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21H1010024 Krank hinter Gittern - Die Abteilung Heil- und Pflegeanstalt des Strafgefängnisses Neustrelitz-Strelitz zwischen 1939 und 1945

Mit dem Inkrafttreten des so genannten Gewohnheitsverbrechergesetzes kurz nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten 1933 verschärfte sich in Mecklenburg das Problem der sicheren Unterbringung von sogenannten "geisteskranken Rechtsbrechern", die nach 42 b dieses Gesetzes zu einem Maßregelvollzug in einer gesicherten Heil- und Pflegeanstalt verurteilt wurden. Die drei damals existierenden mecklenburgischen Anstalten - Sachsenberg bei Schwerin, Gehlsheim bei Rostock und Domjüch bei Neustrelitz - hatten nur unzureichende Möglichkeiten, diese Personen unterzubringen. Manche von ihnen weigerten sich sogar, derartige "Problempatienten" aufzunehmen. Eine Lösung dieses Problems war zwingend notwendig. Diese fand man, allerdings erst 1939, als im Landesgefängnis Neustrelitz-Strelitz ein Haftgebäude leergezogen wurde. Im September 1939 richtete man im großen Hafthaus I zunächst eine Station für "geisteskranke Rechtsbrecher", genannt Abteilung III, und dann später 1943 eine Station für sogenannte "asoziale Tuberkulosekranke" ein, in der bis zum Kriegsende jedoch hauptsächlich Tbc-kranke Zwangsarbeiter aus dem Osten eingewiesen wurden.
Reinhard Simon berichtet in seinem zweiten Buch über die Ergebnisse seiner Recherchen zu den Schicksalen der hier inhafttierten Menschen.

Kursort

Raum 2.L10

ist barrierefrei

Am Kabutzenhof 20a
18057 Rostock


Termine

Datum
1. Termin am 24.11.2021
Uhrzeit
19:00 - 20:30 Uhr
Ort
Ort: Am Kabutzenhof 20a, Am Kabutzenhof 20 a, Raum 2.L10