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22H1010008 Der Rostocker Gerechtigkeitsauschuss: DDR-Unrecht wiedergutmachen - neues Unrecht aufdecken - Buchvorstellung und Gespräch

In Rostock wurde im Zuge der Friedlichen Revolution am 6. November noch von der Stadtverordnetenversammlung der SED 1989 ein Gremium etabliert, das eine besondere Aufgabe hatte: Gerechtigkeit. Der „zeitweilige Gerechtigkeitsausschuss“ sollte Fälle politischen Unrechts in der DDR bearbeiten und rehabilitieren, abseits von direkten juristischen und polizeilichen Befugnissen. Schnell meldeten sich Menschen, die Berufsverbote, Zersetzung, staatliche Gewalt und politische Verfolgung erlebt haben. Gleichzeitig zeigte sich Amts- und Machtmissbrauch durch Funktionäre des Staates. Die Geschichte des Ausschusses zeigt eindrücklich, wie die lokale Gesellschaft Unrecht aufarbeiten wollte, aber auch, welche Grenzen und Hürden dabei wirkten. Nach der ersten freien Wahl wurde der Ausschuss von der neuen Bürgerschaft neu formiert und die Demokratie „lernte mühsam laufen“.

Arvid Schnauer, Gründungsmitglied und von Mai 1990 bis zur Auflösung 1994 Vorsitzender des Gerechtigkeitsausschusses, präsentiert Auszüge aus seinem Buch „DDR-Unrecht wiedergutmachen – neues Unrecht aufdecken" (Litverlag)

Die Veranstaltung ist kostenfrei und findet in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung M-V statt. Um vorherige Anmeldung wird gebeten, da die Plätze begrenzt sind.

Veranstaltungsort: Dokumentations- und Gedenkstätte in der ehemaligen Stasi-Untersuchungshaftanstalt Rostock, Hermannstraße 34b, 18055 Rostock

Kursort

Hermannstraße 34b
18055 Rostock


Termine

Datum
1. Termin am 16.11.2022
Uhrzeit
18:00 - 19:30 Uhr
Ort
Ort: Hermannstraße 34b, DuG in der ehemaligen Stasi-Untersuchungs-Haftanstalt